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Wir bleiben Sitzen!

Gemeinsame Aktion der SchülerInnen und Studierenden Berlins gegen Leistungsdruck in Bildung und Gesellschaft!

Wir sind nicht von 1 bis 6 bewertbar!

Wir sind keine KonkurrentInnen um die beste Bildung!

Wir sind keine Punktesammelnde auf dem Weg zum Arbeitsmarkt!

Du willst dein Zeugnis in die Tonne kloppen?

Du willst auf die Jagd nach Creditpoints gehen?

Du willst dem Bildungssenat das Handwerk legen?

Wir treffen uns am 29.01.10 um 12 Uhr am Spittelmarkt

Flashmobs, Straßentheater, Redebeiträge und was dir sonst noch so einfällt stehen auf dem Plan…

Am Donnerstag den 07.01.2009 um 16 Uhr wird im Audimax der HU ein berlinweites Aktiven-Treffen stattfinden. Alle die am beim Bildungsstreik bereits aktiv sind oder es werden wollen sind herzlich eingeladen daran teilzunehmen.

Wie bringen wir den Bildungsstreik ins Jahr 2010? Können wir die Besetzungen weiter aufrecht erhalten? Wie mobilisieren wir mehr Menschen? Können wir den Protest auf eine breitere gesellschaftliche Basis bringen?

http://10099.de/mediawiki/index.php/Aktiventreffen

Perspektivtreffen

Am 30.12.2009 wird um 18:00 Uhr im Audimax der HU ein berlin- und brandenburgweites Treffen zur weiteren Vorgehensweise nach den Räumungen stattfinden. Kommt also alle vorbei!!!

http://web191.srv7.sysproserver.de/hu/2009/12/27/perspektivtreffen-an-der-hu-berlin/

Vom 18.12. bis 20.12. findet in Potsdam ein bundesweites Bildungsstreik-Vernetzungstreffen statt.

Alle Info’s dazu gibts auf: www.bildungsstreik-kongress-potsdam.de

Morgen am 16.12. um 14uhr findet im Audimax der HU eine berlinweite Vollversammlung statt. Bildungssenator Zöllner wird von 14:00 bis 15:30 Fragen von Studierenden beantworten, danach soll eine Diskussion stattfinden.

Protestplenum

Am Dienstag den 15.12. um 16uhr Protestplenum in der Zwille. Kommt vorbei und bringt euch ein!

Am 02.12.2009 zeigte sich die schwarz-gelbe Bildungspolitik in Aktion. So wurde gegen 19Uhr das Casino der Goethe-Universität in Frankfurt, das von Studierenden im Rahmen der europaweiten Studierendenproteste besetzt wurde, unter Anwendung äußerster Brutalität durch die Polizei geräumt.

Zuvor betrat Prof. Müller-Esterl, der Präsident der Universität das besetzte Casino und forderte die ca. 200 Besetzer_innen die sich zu dieser Zeit im Casino aufhielten, auf das Gebäude sofort zu verlassen, ohne auf die Forderungen dieser einzugehen oder sie sich auch nur anzuhören.

Die fadenscheinige Begründung für diese Aufforderung war der Vorwurf des Vandalismus, der schon seit dem Beginn der Besetzung als Ablenkung von der Kritik und den Forderungen der Studierenden vorgebracht wurde und welcher auch zur Spaltung der Studierendenschaft führen sowie den gesamten Protest diskreditieren sollte.

Dieser Aufforderung folgten die Studierenden nicht. Sie versuchten stattdessen wiederholt mit dem Präsidenten ins Gespräch zu kommen. Dieser verweigerte sich aber weiterhin einem Diskussionsprozess, verließ das Gebäude und forderte die Polizei auf das Gebäude zu räumen.

Als die Polizei den „Festsaal“ stürmte, in welchen sich die Besetzer_innen zurückgezogen hatten um dort gemeinsam mit einem Professor ein Seminar abzuhalten, fand dort gerade eine Diskussion über einen kritischen Bildungsbegriff und die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie statt.

Das Bild, das sich der Polizei bot, widersprach dabei grundlegend den Vorwürfen des Präsidenten. Die Polizeikräfte verdunkelten den Saal in dem sie die Vorhänge zuzogen, um ihn vor Blicken von außerhalb zu schützten und somit die Presse als Zeugen auszuschließen. Daraufhin begann die Polizei teilweise unter Gewaltandrohung, teilweise mit Schlägen und Tritten den Saal zu Räumen. Bei dieser Räumung kam es zu zahlreichen Verletzten und schwer Verletzten, die teilweise mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, sowie laut Zeugenaussagen auch zu rassistischen und sexuellen Übergriffen durch die Polizeikräfte.

Pressevertreter_innen, die versuchten sich ein Bild über die Situation zu machen wurden des Raumes verwiesen und damit der Pressefreiheit beraubt.

Auch nach der Räumung kam es noch zu Gewaltszenarien. So wurden beispielsweise Kommiliton_innen die sich mit den Geräumten solidarisch zeigten und sich dazu vor dem Casino versammelten, brutal von der Polizei, teilweise durch den Einsatz von Hunden vom Campus vertrieben und teilweise noch auf den Straßen von der Polizei gejagt, angefahren, geschlagen und getreten.

Dass ein Präsident einer Universität sich jeglichen konstruktiven Gesprächen mit seinen Studierenden so versperrt und zu solch drastischen Mitteln greift um die Proteste der Studierenden zum schweigen zu bringen, halten wir, der AStA der TU Berlin für nicht hinnehmbar und fordern daher den Rücktritt von Herrn Müller-Esterl von seinem Amt als Präsident der Goethe-Universität Frankfurt. Darüber hinaus fordern wir die sofortige Rücknahme der Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch, die gegen die Besetzer_innen erlassen worden sind. Proteste mit Gewalt zu beenden ist ein Eingeständnis der Ohnmacht, ist kein demokratisches Mittel und kann niemals einen demokratischen Dialog ersetzen. Die Polizei hat auf keinem Campus etwas zu suchen. Hausfriedensbruch in der eigenen Universität vorgeworfen zu bekommen, ist für uns nicht nachvollziehbar – die Uni denen, die dort studieren.

Wir haben Herrn Müller-Esterl dazu folgendes Schreiben zukommen lassen:

Herr Müller-Esterl, treten sie zurück!

Herr Müller-Esterl,

am 02.12.2009 ließen sie Studierende mit äußerster Brutalität aus dem Casino ihrer Universität durch die Polizei räumen. Bei dieser Räumung gab es zahlreiche Verletzte und Schwerverletzte unter den Studierenden. Darüber hinaus wurde auch von sexuellen Übergriffen berichtet.

Während der Räumung wurde die Pressefreiheit aufgehoben und damit ein demokratisches Grundrecht außer Kraft gesetzt. Dass sie diese Räumung angeordnet haben, ist ein eindeutiges Zeichen für ihr Versagen in ihrer Position als Präsident der Universität. Statt den Dialog mit ihren Studierenden zu suchen, was ihre Aufgabe als Präsident gewesen wäre, haben sie die demokratische Entfaltung des Protestes brutal unterdrücken lassen. Das zeigt ihre Unfähigkeit, sich mit den Wünschen und Forderungen der Studierenden kritisch auseinander zusetzen, was eine Grundvoraussetzung für einen Präsidenten einer Universität ist.

Ihre Begründung das sie das Casino wegen Vandalismus haben räumen lassen, halten wir für eine Ausrede um von den Forderungen der Studierenden und ihrem Unvermögen, darauf zu reagieren, abzulenken. Daher fordern wir Sie zum sofortigen Rücktritt von ihrem Amt als Präsidenten der Goethe-Universität Frankfurt auf.

AStA TU Berlin

Diesen Dienstag fand wiedermal  eine Vollversammlung statt. Sinn und Zweck waren auch dieses mal die Studierenden zu motivieren, sich ein wenig mehr für den Protest zu interessieren und vielleicht sogar dabei mitzuwirken.
Um 14 Uhr sollte es losgehen, da ich nicht viel zu tun hatte und meine vorangegangene Veranstaltung um die Ecke war, war ich überpünktlich zur Stelle. Um 5 vor 2 waren im Grunde nur noch Stehplätze zu haben, soll heißen: hätten meine Seminare oder Tutorien die Stärke der hier anwesenden Mannschaft, würde man ums Duzen nicht herumkommen. Gegen 14.15 waren dann aber doch ein paar Leute mehr angekommen und die Vollversammlung konnte beginnen.

Im wesentlichen bestand das Programm aus vier Gastredner_innen:

einem Studentenvertreter der katholischen Hochschule, die seit mittlerweile drei Wochen ihr Audimax besetzen, zwei Vertreter_innen der HU, deren Studierendenschaft auch munter am Streiken ist, wobei hier auch ausdrücklich die Einladung an die TUler ausgesprochen wurde, den HUlern einen Besuch abzustatten um sich über deren Protestfortschritte und -organisation zu informieren. Außerdem hatten wir einen Vertreter der IG BAU zu Gast, der eine kleine Brandrede für uns vorbereitet hatte. Er hat noch einmal deutlich gemacht, wie anders doch Streiken für Studierende bzw. Schüler_innen im Vergleich zur arbeitenden Bevölkerung ist. Angestellte bekommen zwar kein Geld für die Zeit in der sie streiken, allerdings sind die Gewinnausfälle, die seinE ArbeitgeberIn in diesem Zeitraum hat ungleich höher. Damit haben die Angestellten in der Masse ein anständiges Druckmittel, da der/die ArbeitgeberIn einlenken muss, bevor es zu sehr weh tut. Wir als Studierende gucken da in die Röhre, die Einzigen denen wir mit dem Streik weh tun, sind wir selber durch Nichterfüllung etwaiger Anwesenheitspflichten, eventuell nicht erledigter Hausaufgaben, verpasstem Stoff, verpassten Lernhilfen.
Unser einziges Druckmittel ist daher im Grunde das Aufsehen, das wir erregen bzw. die Darstellung des Protests in den Medien. Je präsenter dieser ist, desto eher wird sich die Politik damit befassen, desto weniger können sie uns als ein paar Querulanten abtun.

Um aber doch einmal Druck in anderer Form auszuüben, entschlossen wir uns in der VV, die Straße des 17. Juni für kurze Zeit zu blockieren, dazu gedacht, der Politik zu zeigen, dass die Studierenden nicht nur besetzen und inneruniversitär für Unruhe sorgen, sondern dass man diesen Protest auch auf weit unbequemere Weise austragen kann. Geschlossen gingen wir nach draußen, Transparente und haufenweise Flyer im Gepäck, “Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!” skandierend. Beide Spuren wurden von uns blockiert, Flyer wurden an die ausharrenden Autofahrer_innen verteilt. Hier schlossen sich nun auch noch einige Studierende mehr dem Unterfangen an. Es wurde noch zweimal (unter vorbildlicher Behütung der Polizei) der Ernst Reuter Platz umrundet, hier und da begleitet von manchmal solidarischem, manchmal nicht so solidarischem Hupen, um anschließend noch einmal für kurze Zeit beide Spuren zwischen Haupt- und Mathegebäude zu blockieren.  Selbst der Tagesspiegel fand diese Aktion einer Erwähnung wert. War ein gutes Gefühl, so eine vergleichsweise große Wirkung mit unserem Protest zu erreichen.
Für den weiteren Verlauf waren gemütliches Glühweintrinken und VoKü vorgesehen, allerdings musste ich mich zu diesem Zeitpunkt feigerweise aus dem Staub machen; Das Tutorium ruft!

Tagesspiegel Artikel zur (spontanen) Straßenblockade:

http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,2964592

Über 70 Universitäten in Europa sind seit Wochen besetzt. StudentInnen wollen die miserable Hochschulsituation nicht länger hinnehmen. Die PhysikerInnen der Technischen Universität stimmten deshalb gestern bei einer außerordentlichen Versammlung mit 97% für einen durchgreifenden Einstieg in die bundesweiten und internationalen Bildungsproteste.

Die PhysikerInnen der Technischen Universität Berlin schließen deshalb am 03.12.2009 das Physik-Gebäude (EW) an der Straße des 17. Juni in Berlin für den regulären Uni-Betrieb.
Stattdessen werden im Hauptgebäude der TU Alternativvorlesungen und Seminare zur Bildungsstruktur und zu demokratischen Möglichkeiten der Einflussnahme von StudentInnen auf Entscheidungen an der eigenen
Universität stattfinden. Außerdem werden weitere Bildungsprotestaktionen entwickelt und vorbereitet.

Die PhysikerInnen wollen damit ein Zeichen setzten und eine breitere Studierendenschaft dazu bewegen für Ihre Rechte und Ziele einzustehen.

Demo gegen den Berliner Kürzungshaushalt am 9.12.

Zeit und Ort:

Mittwoch, 09. Dezember 2009. Startpunkt ist um 17 Uhr vorm Roten Rathaus

http://www.wiederstandmitte.blogspot.com/

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