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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Bildungsstreikdemo

Hey! Nur noch wenige Tage bis zum nächsten bundesweiten Bildungsstreik! Auch in Berlin wird es dieses mal wieder viele kleinere Aktionen geben. Denn obwohl wir im vergangenen Sommer und Herbst viel Aufmerksamkeit bekommen haben, die bestehenden Missstände im Bildungssystem zumindest teilweise anerkannt wurden und (fast) alle Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft ihren guten Willen bekundet haben, sind grundliegende Verbesserungen ausgeblieben. Vielmehr soll jetzt auf Länder-Ebene sogar noch munter weitergekürzt werden. Alleine in Hessen und Schleswig Holstein wurden jetzt Kürzungen im zweistelligen Millionenbereich angekündigt. Deshalb dürfen wir uns nicht zurücklehnen! SchülerInnen, Auszubildende, Studierende und Lehrende – in der kommenden Woche müssen wir wieder auf die Straße gehen und ein Zeichen für frei zugängliche, hochwertige und demokratische Bildung zu setzen.

In Berlin wird es unter Anderem folgende Aktionen geben:

Am Mittwoch, 9. Juni, ist bundesweiter Bildungsstreik! Wer nicht noch morgens die letzten Flyer verteilt, MitschülerInnen, KommolitonInnen und KollegInnen einsammelt und gemeinsam vielleicht sogar noch bei der einen oder anderen Bildungseinrichtung vorbei geht um ein paar Leute rauszuholen, kann auch direkt zum Startpunkt der Demo um 12:00 Uhr zum Roten Rathaus kommen.

Am Donnerstag, 10. Juni, treffen sich Merkel, Kultusminister und die Ministerpräsidenten der Länder im Kanzleramt zu einem dritten Bildungsgipfel um die dritte Säule des Hochschulpaktes auszuhandeln. Die wirklich von der Bildungspolitik Betroffenen, nämlich wir, sind dabei gar nicht eingeladen. Stattdessen soll mal wieder über unsere Köpfe hinweg viel heiße Luft produziert werden. Das lassen wir uns nicht gefallen und treffen uns deshalb um 12 Uhr an der Hessischen Landesvertretung Lenne-, Ecke Ebertstraße (nähe Potsdamer Platz) um zum Kanzleramt zu fahren. Bringt eure Fahrräder mit!

Am Freitag, 11. Juni, dürft ihr euch ausruhen und vielleicht noch die letzten Flyer für die Krisendemo am Samstag verteilen.

Am Samstag, 12. Juni, heißt es dann nochmal: Raus auf die Straße! Auf der diesjährigen Demo des ‚Wir zahlen nicht für eure Krise‘-Bündnisses wird es einen (Aus)Bildungsstreikblock geben. Denn wir wollen nicht für die Profite der großen Banken und Konzerne, ob in Griechenland oder hier, zahlen. Ganz gleich ob mit unserer Bildung, unseren Schwimmbädern, Bibliotheken und anderen kommunalen Einrichtungen, unserer Gesundheit, unseren Löhnen oder Jobs. Deshalb treffen wir uns um 12:00 Uhr wieder am Roten Rathaus, beim (Aus)Bildungsstreikblock. Wer dann noch nicht genug hatte, sondern vielleicht sogar Lust hat sich auch mal ein bisschen mehr zu engagieren, nicht nur auf die Demos zu gehen, sondern diese auch selber zu organisieren zum Beispiel, ist herzlich eingeladen, sich in das Berliner Bildungsstreikbündnis einzubringen. Am Montag, 14. Juni, haben wir in der Zwille ein Auswertungstreffen, zu dem ihr alle herzlich eingeladen seid! Mehr Infos, den Aufruf, Material und vieles mehr bekommt ihr auf http://www.bildungsstreik-berlin.de oder http://www.bildungsstreik.net Bleibt auf dem laufenden: unter anderem auf Twitter, Facebook oder den VZ-Netzwerken. Wir sehen uns spätestens am 9. Juni!

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Schluss mit dem Schavaaansinn!

Durch den öffentlichen Druck des Bildungsstreiks im letzten Semester kündigt Bildungsministerin Schavan einen Gipfel zur Diskussion über die Bologna-Reform an. Der Bolognagipfel ist ein noch nie gesehenes Ereignis. Es werden alle 16 Kultusminister, die Hochschulrektorenkonferenz und die Bildungsministerin an einem Tisch sitzen und sich über Probleme und Nachbesserungsmöglichkeiten unterhalten. Das Spektakel wird live im Audimax übertragen – doch dringend notwendige Veränderungen sind auch durch diesen Gipfel nicht zu erwarten.

Denn: während die zu behandelnden Themenkomplexe vor einiger Zeit noch frei wählbar schienen, wird nun nur über enge, vom Bundesministerium vorgeschriebene Themen geredet. Ursprünglich sollte die Konferenz 2 Tage dauern – jetzt sind es nur noch  4 Stunden.  11 Jahre Bologna sollen also nicht in die richtigen Bahnen, sondern in das falsche Licht gerückt werden!

Im Audimax der HU findet aus diesem Grund ein alternativer Gipfel statt, bei dem die Diskussion und die Ergebnisse der Bolognakonferenz beleuchtet werden sollen. Nach der Live-Übertragung des Gipfels in das Audimax der HU werden verschiedene Expert_innen die Konferenz kritisch analysieren um eine konstruktive Diskussion zwischen allen Anwesenden anzuregen.

Schluss mit dem Schavansinn! Kommt alle, macht mit!

(Die Lehrveranstaltungen an der HU an diesem Tag fallen aus oder müssen nicht besucht werden (Beschluss des Akademischen Senats der HU)) An der TU finden Lehrveranstaltungen statt – ihr müsst allerdings nicht hingen (Wir haben ja keine Anwesenheitspflicht)

ABLAUF:  Mo. 17.5

09:00 – 13:00 // Liveübertragung des Bolognagipfels

14:00- 15:00 //   Gegengipfel mit: studentischen Expert_innen

Prof. Dr. Peter Grottian (FU Berlin)

Sonja Staack (BdWi)

Prof. Dr. Michael Hartmann (TU Darmstadt)

15:00-18:00 // Diskussion

18:00-21:00 // Berliner Bildungsstreiktreffen

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Mehr als Zehntausend gingen am Donnerstag, den 11. März in Wien auf der bolognaburns-Demonstration auf die Straße.

Hier der Artikel aus der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“:

Anti-Bologna-Demo behinderte Minister-Gipfel

Und der Artikel aus der Printausgabe des Standards vom Freitag, den 12. März 2010:

Techno und Transparente für „freie Universitäten“

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Pressemitteilung des „Unabhängingen Aktionsbündnisses KMK“

Heute, am 4. März 2010, demonstrierten, wie schon am Tag davor gegen die Bologna-Fachtagung, Schüler_innen und Studierende gemeinsam gegen die hinter geschlossenen Türen stattfindende „Kultusministerkonferenz“ (KMK) in Berlin. Etwa 20-25 Menschen torkelten als hirnlose „Bildungszombies“ erst über den Gendarmenmarkt und dann direkt zum Tagungsort. Dort verteilten sie Flyer an Passant_innen und riefen Sprechchöre wie z.B. „Wir sind hier, wir sind tot – wegen deutscher Bildungsnot“. Als die Gruppe in Richtung der Konferenzräume zog, wurde sie von Polizisten abgefangen und erhielt überzogene Demonstrationsauflagen. „Seien Sie froh, dass Sie auf dem Gehsteig demonstrieren dürfen!“, so einer der Beamten. Vor dem Tagungsgebäude hielten die Aktivist_innen gegen 12:00Uhr eine Kundgebung ab. In mehreren Redebeiträgen wurde die KMK als vor allem an wirtschaftlichen Interessen orientiertes „Klüngeltreffen der Polit-Elite“. Die Redner_innen forderten die vollständige Demokratisierung aller Lebensbereiche ein. Das Gremium der KMK steht deshalb schon an sich den Forderungen der Protestierenden entgegen und ist damit nicht Adressatin, sondern Gegenstand des Protests.

Doch auch das konkrete Vorgehen des Minister_innentreffens wurde scharf kritisiert: „Dass die Minister_innen sich für ihre so genannten Strukturvorgaben, nur einen Tag Zeit nehmen, an dem die Hälfte der Tagesordnungspunkte aus Grußworten besteht, beweist mit welcher Selbstherrlichkeit und Ignoranz Entscheidungen im Parlamentarismus gefällt werden!“ so die Physikstudentin Leyla Al Fardi (26).

Am Rande der Kundgebung kam es zu einem Gespräch mit dem Generalsekretär der KMK Prof. Dr. Erich Thies, der aus einiger Entfernung die Kundgebung beobachtet hatte. Die Anliegen der Studierenden und Schüler_innen habe man „zur Kenntnis genommen“, so Thies. Die konkreten Forderungen der Protestierenden hielt er „unter uns gesagt für Quatsch.“ Das Gespräch mit den Studierenden brach er kurz darauf ab, ihm sei kalt. Abschließend brachten die Demonstrierenden ihre Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen über das Bildungswesen hinaus noch einmal lautstark zum Ausdruck: Rufe wie „No border! No nation! Free education!“ hallten bis zum Abschluss der Kundgebung durch die Straßen.
Wir protestieren nicht nur gegen eine Bildungspolitik der Ökonomisierung und der Elitenförderung, sondern gegen jeden sozialen Kahlschlag und gegen Herrschaftsverhältnisse, in denen der einzelne Mensch nichts und der Profit alles bedeutet.
Die KMK ist eine der Entscheidungsinstanzen, in denen wenige über den Lebensalltag von Millionen bestimmen. Dieses Politikverständnis lehnen wir von Grund auf ab.

Daher stellen wir keine Bitten an die KMK! Wir formulieren keine Appelle! Wir sagen: Unser Leben in unsere Hände! Für Solidarität und freie Bildung!

Unabhängiges Aktionsbündnis KMK


Bilder:


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Stürmt die Hinterzimmer!

Pressemitteilung des „U. A. KMK“

Heute morgen, am 3.März 2010, demonstrierten etwa 35-40 Personen auf dem Gendarmenmarkt gegen die hinter geschlossenen Türen stattfindende Bologna-Fachtagung der „Hochschulrektorenkonferenz“ und der „Kultusministerkonferenz“ (KMK). Die anwesenden Polizeikräfte versuchten den legitimen Protest sofort zu unterbinden. Platzverweise wurden ausgesprochen und Personalien festgestellt. Trotz der polizeilichen Repression gelang es einigen Aktivist_innen gegenüber des Tagungsortes, am französischen Dom, ein Transparent mit der Aufschrift „Stürmt die Hinterzimmer! – Radikale Demokratisierung!“ anzubringen.
„Dieses Kaffeekränzchen von Politiker_innen hat keinerlei Legitimation über meine Lerninhalte zu bestimmen!“ so Schülerin Lisa Harz (18).

Wir protestieren nicht nur gegen eine Bildungspolitik der Ökonomisierung und der Elitenförderung, sondern gegen jeden sozialen Kahlschlag und gegen Herrschaftsverhältnisse, in denen der einzelne Mensch nichts und der Profit alles bedeutet!
Die KMK ist eine der Entscheidungsinstanzen, in denen wenige über den Lebensalltag von Millionen bestimmen. Dieses Politikverständnis lehnen wir von Grund auf ab.
Daher stellen wir keine Bitten an die KMK! Wir formulieren keine Appelle! Wir sagen: Unser Leben in unsere Hände! Für Solidarität und freie Bildung!


Unabhängiges Aktionsbündnis KMK

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Busfahrt zum Gegengipfel in Wien

Abfahrt: Do. 11. März 4:30 Uhr Berlin Südkreuz

Rückfahrt: So. 14. März ca.16 Uhr

Kosten: ca. 25-30 Euro

Es sind noch etwa 30 Restplätze zu vergeben (Zahl wird aktualisiert). Wer mitfahren möchte, schreibt uns eine e-mail mit Angaben (Vorname, email- oder anderen Kontakt) bis spätestens 1.3. an:

ag.bologna.berlin [at] googlemail.com

weitere Infos: http://10099.de/mediawiki/index.php/Berlinweite_AG_Bologna

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Bologna den Prozess machen!

Vom 11. bis 12. März werden die Bildungsminister*innen 46 europäischer Staaten, zur 10-Jahre-Jubiläumskonferenz des Bologna-Prozesses nach Wien und Budapest geladen. Angesichts der Zustände an den Universitäten und den breiten Protesten für freie Bildung, sind die geplanten Feierlichkeiten eine Verhöhnung der Uni-Angehörigen.

Der Bologna-Prozess hat das Ziel, die Vereinheitlichung des europäischen Hochschulraumes für mehr Dynamik und Mobilität, klar verfehlt. Die stark verschulten Studienpläne und der Druck diese in Mindeststudienzeit zu absolvieren erschweren es Auslandssemester zumachen. Das neue dreistufige Studiensystem führte zu erhöhter sozialer Selektion. Während der Bachelor einer größeren Zahl zugänglich sein sollte, verdünnen sich Master und PhD zu einem Eliteprogramm, das vor allem Frauen ausschließt. Zudem kommt die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen sowie die Einführung von Studiengebühren und vermehrter Demokratieabbau an den Universitäten. Die schwere finanzielle Lage zwingt mehr und mehr Hochschulen, Konzerne als Investoren für Forschungan die Universität zu locken, unabhängige und freie Forschung wird dabei unmöglich. Die Ausrichtung der Lehrinhalte auf Arbeitsmarkt-Interessen im Zuge der Lissabonstrategie betrifft nicht nur Universitäten sondern soll zur Leitlinie des gesamten Bildungswesens werden, dies schränkt die Möglichkeit selbstbestimmt und kritisch zu Lernen ein.

Angesichts dieser desaströsen Lage sehen wir keinen Grund das 10- jährige Bestehen der Bolognareform zu feiern. Die europaweiten Proteste unter Studierenden, Lehrenden und Schüler*innen zeigen, dass die Politiker*innen nicht mehr über unsere Köpfe entscheiden können.

Die Bolognastrategie ist fehlgeschlagen und bietet keinen Grund zu internationalen Feierlichkeiten. Deshalb wollen wir die Konferenz mit Demonstrationen, Streik und Blockaden „empfangen“, auf einem Gegengipfel die europäische Hochschulpolitik kritisch hinterfragen und die Vernetzung der internationalen Bildungsproteste vorantreiben.

Komm, beteilige dich! Stören wir gemeinsam Ihre Feierlichkeiten, und zeigen das dies Hochschulreform kein Grund zu Feiern ist!

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